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theater! theater! und ja, was es sonst so hat…

spiellust und spielfrust, per-rücken und ver-rücken an einem abend, hinterher mit den darstellerinnen noch in ‘kamin & wein’ (oder vice versa) und hinhören, zuhören, zulassen (wieso haben im deutschen die sachen, die mit aufmachen zu tun haben, ‘zu’ im wort??) zulassen hat doch garantiert was mit dem schließmuskel zu tun. oder mit dem beckenboden?? zulassen ist doch aufmachen? zuhören genauso! gut, beim zuhören könnte ich das ‘zu’ noch mit der nähe, mit dem hinneigen in verbindung kriegen…
spiellust, schlechte regie, starke ambitionen, die von korinthenkackerinnen gebremst werden… macht jedenfalls tolle gespräche!

und dann kommt die sprache auf einen ex-kollegen, die eine alte/nichtneue/vorhergegangene freundin als praktikumschef ihres sohnes neu kennenlernen mußte…
und mit einemmal liegt es klar vor mir: die jungen männer, die wir als praktikanten hatten… die merkwürdige bindung, ja anhimmelei, die die für diesen chef an sich hatten. die eigenartige bindung dieses mannes zu seiner mutter, die permanent präsent zu sein schien, nie wirklich auftauchte und sich (vor allem in seinem reden) nur für tiere (besonders vögel) zu interessieren schien.
ich war damals neu im leben als menschenfrau. und ich mußte mich damit auseinandersetzen, wie frauen als un-weibchen klarkommen. und als lesbe noch dazu. ich glaube, ich habe damals wenigstens gelernt, mit hetero-männern umzugehen. also ich bilde mir ein zu wissen, wie ein hetero-mann auf eine halbwegs attraktive frau zugeht und wie ein hetero-mann auf eine frau, die sich als lesbe bekennt, zugeht. die wege, die meine kollegen und kolleginnen damals gegangen sind, habe ich auch manchmal erst im nachhinein genauer erkannt. oder kennengelernt. aber das jetzt!
es ist nicht so, als hätte mir wer gesagt: der ist schwul. (das war meine erste frage: er ist schwul, oder?) es hätte mir einiges erklärt: wenn er einfach schwul wäre und das trotz des offenen umfeldes von theater-leuten und andern künstlerinnen einfach nicht gebacken bekommt…
nein. pädophil.
erklärt am beispiel eines sohnes, der in dieser abteilung sein praktikum machte und mehr und mehr in das spinnennetz von ‘cool’, vertrauen, was-anderes, scharf und du-doch-auch geriet…
besagter sohn hat die kurve gekriegt. aber ich stehe da und sehe all die jungen praktikanten, die wir hatten, ich sehe die kaputten beziehungen, die wir nicht hatten (aber hätten haben sollen!) und ich sehe vor allem diesen einen jungen mann, ich hab ihm meinen Trabbi geliehen und er hat mir erst hinterher gesagt, daß er die fahrerlaubnis erst einen tag lang hatte… und ich sehe seine anbetung gegenüber diesem chef… und seine jungenhaftigkeit, seine schönheit und seine kraft. oder stärke. oder saft…
ich verstehe auf einmal: ich verstehe die beziehungslosigkeit dieses chefs, was ein grund für mich war, diesen job aufzugeben (was ich bis heute zutiefst bedauere!), die ihn aber auch mit all diesen kolleg/innen, die sich durchaus als seine freundinnen bezeichnen würden, scheitern lassen. und auf einmal verstehe ich, wieso dieser mensch so wirr in der welt steht. er lebt noch heute sehr nah bei seiner mutter und ich dachte immer, eine wie-auch-immer-gestörte mutter-beziehung wäre sein problem. zumal er immer behauptet, hetero zu sein.
den vorwurf, pädophil zu sein, hat er aber mit dem argument, im jugendalter selbst sexuell angegangen geworden zu sein abzuschmettern versucht. wobei ihm wohl nicht klar war, daß die täter immer früher opfer waren und daß dieser mechanismus eben ausschließlich über sexuelle gewalt weitergetragen werden kann.

so. ich dachte, ich kenne keine/n pädophilen persönlich (außer ‘meinem eigenen’ sozusagen)… doch. jetzt kenn’ ich einen. hätte ich früher jederzeit als freund, naja gut… guten kollegen bezeichnet. daß ich ihn für einen wirklich beschissen schlechten chef gehalten habe, daß er weder für seine mitarbeiterinnen, noch für seine fehler wirklich eingetreten ist…
nein, das beschreibt es nicht. sturznormaler typ (was am theater schon selten ist), der einfach bei parties immer anner musik rumdrehen wollte (was so ziemlich spaßbremsend war)…

als wildwasser-orientierte hexe wollte ich mich nie groß um die täter(innen) kümmern. was extrem schwerfällt, wenn du therapie machst oder gemacht hast. aber der jetzt… ich dachte, ich kenne keinen pädophilen persönlich. so richtig per du. (außer meinem eigenen, freilich… ist aber lange her und ich war nicht so klar… ja, Sie können sich das vorstellen…)

und jetzt kenn ich einen. ich hab ihn sogar gemocht! vermutlich würde ich ihn immer noch mögen, wenn ich im in der kantine begegnen würde… das ist nicht ’so einer’.

’so einer’ ist dein guter freund, dein chef, dein onkel, dein mann, dein bruder…

und wir haben noch immer nichts; weder gegen sie noch für sie…

und selbst?

:smile: ;-) :grin: :sad: :shock: :eek2: :eek3: :???: :cool: :rotfl: :neenee: :nixweiss: :mad: :oops: :cry: :roll: :jump: :mrgreen: :angel: :yes: :applause: :bored: :woodstock: :snoopy: :joecool: :trash: :apple: :kitty: :jack: :garfield: :klasse:

entschuldigt bitte, ich muß eben alle kommentare in die moderationsschleife umleiten, weil mir grad ein paar spinner das gästebuch zuspammen. dein kommentar erscheint also erst in ein paar minuten bis stunden -.-