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ich finde was an der ‘window-farm’ blöd

The Windowfarms Project / Britta Riley
windowfarm bei flickr [neues fenster]

seit einiger zeit geistert die hübsche idee von window-farms durch die diy-szene: die eigene kleine farm im fenster. da können salate bis tomaten wachsen: plasteflaschen werden dazu recycled (in Deutschland auch ein geld-faktor: pro flasche könnte frau auch 25 cent kriegen), aber dazu braucht es schläuche (die vermutlich in wenigen haushalten vorrätig sind) und außerdem: eine pumpe! die pumpen das wasser von unten wieder nach oben! und genau das stößt mir an dem schönen projekt sauer auf: ich meine, sowas installiert frau sich doch gemeinhin an dem ort, an dem sie auch lebt, oder? und so, wie ich mich um meine normalen topf-tomaten oder topf-blumen auf dem balkon oder fensterbrett kümmere, könnte ich doch auch einmal täglich das wasser von unten nach oben bewegen.
das wasser per motor zu bewegen – die farm als perpetuum mobile zusagen – lohnt sich doch nur für längere abwesenheit oder aber, wenn ich riesige fensterflächen (einer fabrik z. b.) nicht mehr mit menschenkraft bedient kriege.
sprich: der hype erschließt sich mir nicht. wirklich nicht. strom dazu zu verschwenden, daß ich entweder weniger salat oder tomaten aus gewächshäusern in zigtausend kilometern esse (weil eigenen) oder daß mir mein salat besser schmeckt (weil selbstgezogen)…kann da mal nicht eine bitte energiebilanzen ziehen? oder unten drunter ein auffangbecken konstruieren?

danke.

wrasen - aus dem schönen wörtersee

wrasen

ich bin irgendwo in Big B. mal über das wort “Wrasen” gestolpert, als es ebenfalls einem blog-freund einfiel, das zu seinem schönen Wörter-See hinzuzufügen: Wrasen beim kreuzberger … in dem moment konnte ich es allerdings nicht knipsen (siehe kommentare), aber jetzt: und ich muß dazusagen: außer ein wenig beschneiden und belichtung hab ich an diesem bild nix gemacht! das setting war so! inklusive der kleinen auto-giraffe (ich will mir das geheule am abend bei den besitzer/innen dieses viechs nicht vorstellen!)
frankenstein-klebchen und wrasen-bildungswarnung sind immer noch zu betrachten…

wie es mir geht…

“wie es mir geht
willst du gar nicht wissen
und was ich trinke willst du
schon gar nicht bezahl’n
aber qualen die bringst du
wenn du in mein ohr reinschreist…”
Element of Crime

wie es mir geht, darfst du mich gar nicht fragen. ich weiß meistens nicht, worauf sich die frage bezieht; dieser moment? diese stunde? dieser tag oder dieser tage…?

und wie es mir geht, weiß ich meistens auch erst hinterher: könntest du mich nicht fragen, wie es mir ergangen ist?

in den stillen abendstunden…

… von silly.
macht mich immer noch fertig. schon beim intro, bevor ’se lossingt. und ich weiß nicht mal mehr, ob gut oder böse… ist irgendwie wie liebe-machen…

angekommen – endlich!

eigentlich wollte ich hier die gesamte epische odyssee beschreiben, die mich diese reise gekostet hat… der anfang für diesen blogeintrag ist gemacht, aber ich krieg ihn nicht fertig: dafür hat mich das warten vielleicht zu sehr fertig gemacht. um es also kurz zu machen: nachdem ich mich also in der tagesklinik nicht hatte heilen können (nur verlieben) und ich eine total tolle klinik (dank eines cousins) ausmachte, von der ich mir all diese heilung versprach und mich diese klinik (auch nach eiwiger wartezeit!) vorzeitig als nicht-therapierbar (zumindest nicht zu dem zeitpunkt) entließ, hing ich ziemlich verzweifelt in der luft und entdeckte, wie es meiner damaligen geliebten in einer arbeitstherapie erging: sie hatte eine aufgabe, sie hatte was zu erzählen (deswegen denke ich: auch was zum überlegen, zum weiterkommen, zum nachdenken, zum wachsen) und die leute dort gingen sehr sachte mit ihr um, zum beispiel, was früh-aufstehen, zu-spät-kommen, überhaupt-nicht-kommen, schlapp-sein oder schlapp-machen angeht… und weil ich gerade wirklich ratlos war, wie ich therapeutisch weiterkommen sollte (ich schwöre ja auf psychotherapie!), fand ich das eine wirklich grandiose lösung, ich wollte unbedingt aus dieser warteschleife heraus. zeitgleich meinte das arbeitsamt, da müßte jetzt mal irgendwas kommen und ich ließ mich beraten und schaute mich um: die erste werkstatt, die ich besichtigte, hatte eine textilwerkstatt, wo gefilzt wird und aus den filzen werden taschen genäht. ich war begeistert!ich wollte sofort loslegen! die haben auch noch andere gewerke dort und nachdem ich mich kurz mit dem anleiter der medien-werkstatt unterhalten hatte, leckte der sich natürlich alle 10 finger nach mir und mein einwöchiges praktikum dort beinhaltete zwei tage in nämlichem medien-design-bereich: wo ich vermutlich zwei, drei klasse entwürfe, etliche inspirationen und bereicherung hinterlassen habe und mir zumindest gefühlsmäßig nochmal klar wurde, daß ich das nicht mehr arbeiten kann. so nicht mehr arbeiten kann. oder will? jedenfalls hatte ich in den tagen mehr emotionale krämpfe als in der ganzen zweijährigen depressiven phase zuvor… aber dann kam ich ja auch in die filz-werkstatt!

zweiter filz (flickr, oeffnet in neuem fenster)
zweiter filz, ein toller verlauf, oder?

beantragt, falsch eingetütet, nochmal falsch eingetütet, mit hilfe meiner schwester in die richtige tüte gekommen, abgelehnt und der ablehung widersprochen… wegen diese widerspruchs in eine ‘belastungserprobung’ in den nördlichen Schwarzwald geschickt worden (fand ich große klasse: ich komme quasi seit jahr und tag nicht aus meiner wohnung raus und dann versenden sie so eine zig-hundert-kilometer weiter!), wo sie schlußendlich auch nur finden konnten, daß meine idee für meinen heilungsprozess oder mein weiterkommen gar nicht so dumm wäre…
umwienum: ich hab es endlich! ich bin endlich in meiner faktura und kann da filze filzen wie ich möchte…

mehr filze (auch in der zukunft) gibt es im neuen flickr-set

schreiben…

schreiben… ja, schreiben könnte heilsam sein. schreiben als heilung… aber ich schreibe nicht, wenn ich nicht so sprechen kann: ich schreibe nicht, wenn keine mit mir spricht (wie eine freundin, eine therapeutin, mitpatientin oder Gesa…)

schreiben als heilung… ja, es wäre heilsam, wenn ich schriebe. allein ich weiß nicht mehr wofür, wogegen oder für wen ich schreiben könnte. früher schrieb ich für mich selbst und für alle die, die so sind wie ich. früher hab ich für frauen geschrieben: mir selbst so fremd in so vielen dingen und doch aber so ähnlich. ich habe auf verdacht geschrieben: den verdacht, daß eine sich wiederfindet, daß es einer ähnlich ging oder geht, daß eine sowas fühlen kann, was ich fühle.

und so war es auch!

das größte geschenk, das eine leserin mir machte, war ihr eigenes wiederfinden in einem meiner texte. der text enthielt blicklosigkeit, verlassenwerden, verlassensein, zweifel und die alldem innewohnende sehnsucht. und für sie war es ihre liebesgeschichte, ihr ‘er’ war nach Paris gefahren, wo ich zum zeitpunkt des schreibens noch nie gewesen war, er hatte sie aus den augen verloren und unsere augen trafen sich, als hätte er sie nie so verstanden, wie ich sie mit meinem gedicht.

dabei hatte ich nicht an sie denken können, als ich es schrieb, weil ich sie nicht einmal mehr kannte und ich werde sie auch nie richtig verstehen, weil sie männer liebt, aber sie hat sich in meinem text wiedergefunden, als hätte ich ihn für sie geschrieben.

vielleicht war das auch so. ich, die ich meine eigenen texte meistens gar nicht verstehe und sie als ausgeburt meines inneren surrealismus, meines ureigenem symbolismus oder inzwischen auch meiner geliebten zusammenarbeit mit Dream/Morpheus, dem Herren Des Träumens ansehe, ich stehe meinen texten so fremd gegenüber wie gedichten anderer leute. in einer therapie ist es mir passiert, daß ich texte, die ich vor 5 oder mehr jahren geschrieben hatte, plötzlich verstand…

aber für diese frau hatte ich ein gedicht geschrieben, das ihr sehnen beschrieb. oder ihr leiden oder ihren liebeskummer. mein text war in Paris, wo ihr liebster war und ich damals noch nicht und meine liebesgeschichte, die freilich auch in diesen wörtern verwoben war, trat zurück und gab frei, was vermutlich aus dem großen eisberg des gemeinsamen unterbewußtseins gewoben wird…

ja, so hab ich mal geschrieben… und ich glaube, um genau so etwas ging es mir… so, wie ich meine eigenen liebesgedichte immer erst _hinterher_ verwendet habe… also: angewandt. einer frau gesendet oder ihr auf den kopf zugesagt oder gemeint, daß diese augen/wölfin/blüte _sie_ gemeint habe… wie ich auch gerne liebe(sgedichte) so weiträumig oder großflächig formuliere, daß sie vieles meinen können: manchmal bin das DU ich und manchmal ist du ICH. daß “sie” ab und zu ich ist oder du, oder die welt oder eine landschaft… ich kenne nur eine einzige frau, die mich an diesen stellen ab und an mal zu klarheiten drängte…

daß ich nicht mehr schreibe, hat vermutlich viele gründe… und wenn der letzte grund in meinem letzten klinik-aufenthalt liegt. (das tut er: ich habe vorher wenigstens ‘morgenseiten’ geschrieben. drei seiten runterschreiben, egal was kommt, zur klärung von hirn und seele, nach Julia Cameron. und ich hab es mir dort abgewöhnt, weil ich es einfach nicht in die tagestruktur eingebaut bekommen habe…)

aber ich will schreiben. so, wie ich auch malen will und schmuck machen oder kleine dreidimensionale kunstwerke. ich kann mich noch immer nicht zwischen all den künsten entscheiden, die mir gefallen oder die mich ausmachen (natürlich will ich auch weiterhin singen – meine eigenen texte zum beispiel – und theater-spielen – um meinem eigenen selbst zu entfliehen, bestandteile von mir, die nicht zum tragen kommen, auszuleben oder aber emotionen und konflikte, die ich selbst nicht erlebt habe, nicht erleben durfte oder konnte, ausagieren zu können…)

das hier ist der platz zum schreiben. und inzwischen sind hier sowenig besucherinnen, daß ich mir eigentlich alles erlauben kann. und wenn jetzt jemand mit ‘meta’ kommt, dann möge mir der- oder die-jenige bitte erstmal die meta-ebene erklären…

ich sollte einfach mehr schreiben…

our kissing has changed

… auch wenn ich grad nicht begreife, was diese weaponizer-website da macht: eine hat ein flickr-photo von mir für einen text verwendet, worauf ich sehr stolz bin ;-)

“Safe again” by Jacq Kelly unter verwendung meines flickr-photos von zwei sich küssenden damen (jetzt könnten wir noch die sprayerin/den sprayer finden, um die credits komplett zu machen oder dem/derjenigen die entsprechenden lorbeeren umzubinden… wer aus Sangerhausen kennt diese graffity-künstlerin oder den graffity-künstler?)

Achtung! ScribeFire! wer oder was ist zemanta?

*augenbrauenverschieb* nach meinem letzten blog-eintrag via ScribeFire, einem kleinen praktischen toolchen für firefox, von wo ich auch direkt im browser einen blogeintrag schreiben kann hatte ich soeben ein kleines unsichtbares bildchen in meinem eintrag, was zu einer website “zemanta” führte…

ok, ich habe soeben in den einstellungen von scribefire ein knöpfchen gefunden, womit ich “automatic… iversible pixel for statistic gathering” ausschalten konnte… *phew!*
kinderchen. wenn es wenigstens auf eure webadresse laufen würde! DANN könnte ich dem noch ein bissel vertrauen abgewinnen…
aber ScribeFire ist von nun an unter verschärfter beobachtung hier… ich liebe das tool zu sehr um es gleich abzuschießen. aber eigentlich wäre es das gewesen, was ich hätte tun sollen!
LEUTE! ihr hängt in meinem browser! seid a bissl vorsichtig mit meinen daten, ja!?!