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pastell: wolkenwenn eine von euch meinen flickr-account nicht beobachtet: ich lade ab und an bilderchen hoch. aktuell bin ich dabei, da meine sommer-reise vom letzten jahr zu verarbeiten…

doch nicht mit der schaufel draufschlagen

old lady kissnachrichten im dönerladen… da hab ich sie zuerst gesehen. und gehört, wenn ich mich ganz doll angestrengt habe… da sind grad weltmeisterschaften, in der straße knallt und explodiert es ständig, daß die katzen verstört von dannen jagen, G8 und G20 treffen sich auch (sind schöne demonstrationen da, ja, bitte? plakatiert bitte irgendwer ein “nettonaturalprodukt statt bruttosozialprodukt”, ja?) und in südfrankreich ersaufen sie – und mir war heute nichts wichtiger als das sterbehilfeurteil…

was für eine erleichterung für mich (und meine schwester, vermute ich). meine mutter ist ziemlich für sterbehilfe und noch dazu für eine sehr aktive variante. diese radikalität bekam einen kleinen knick, als sie mithelfen mußte, einen großen starken schwarzen hund, der nichts weiter hatte, als einen riesigen blöden tumor an der schnauze, in die andere welt zu befördern und den widerstand des tieres so stark zwischen ihren eigenen händen spürte… zwei wochen später starb meine großmutter, ihre mutter… das eine hat an sich nichts mit dem anderen zu tun, wird aber für alle beteiligten irgendwie immer zusammenhängen. und wenn es nur das bedauern ist, daß es nur zwei wochen lang die sorge nicht mehr gab, der große starke hund könnte die kleine alte dame umhauen…

für mich aber ist heute ein stein gefallen. ein riesiger stein, über den ich nicht nachdenken mochte und über dessen folge-steine ich auch immer noch nicht nachdenken mag…: aber ich muß wenigstens nicht mit der schippe draufhauen (wie meine mutter immer so schön sagt.). ich kann die nahrungszufuhr stoppen. und ich weiß, daß sie weiß, daß alte leute das schon immer so getan haben: wenn sie nicht mehr wollten, haben sie einfach aufgehört, zu essen. und ich weiß, daß sie weiß, daß ich das weiß. das ist was wert.

und ich werde mir langsam mal gedanken über meine eigene patientinnenverfügung machen…

Achtung! ScribeFire! wer oder was ist zemanta?

*augenbrauenverschieb* nach meinem letzten blog-eintrag via ScribeFire, einem kleinen praktischen toolchen für firefox, von wo ich auch direkt im browser einen blogeintrag schreiben kann hatte ich soeben ein kleines unsichtbares bildchen in meinem eintrag, was zu einer website “zemanta” führte…

ok, ich habe soeben in den einstellungen von scribefire ein knöpfchen gefunden, womit ich “automatic… iversible pixel for statistic gathering” ausschalten konnte… *phew!*
kinderchen. wenn es wenigstens auf eure webadresse laufen würde! DANN könnte ich dem noch ein bissel vertrauen abgewinnen…
aber ScribeFire ist von nun an unter verschärfter beobachtung hier… ich liebe das tool zu sehr um es gleich abzuschießen. aber eigentlich wäre es das gewesen, was ich hätte tun sollen!
LEUTE! ihr hängt in meinem browser! seid a bissl vorsichtig mit meinen daten, ja!?!

lindenblühen & Textile Art Berlin

meine linde blüht! “meine” bedeutet in dem fall: die große, wunderschöne linde, die vor meiner haustür und meinen fenstern steht. und die hat mich die jahre zuvor schon mit ihrem grün und ihrem duft betört, der in mein französisches zimmer strömte, wo beziehungsweise wenn ich meine französischen balkontüren offen hatte…

das wunder, was mich jetzt so reißt, ist: ich habe schon seit tagen die kleinen grünen dicken knubbelchen an ihr bewundert. (ich finde ja bäume im frühjahr sooo sexy!) und mich gefragt, wann sie blühen wird. und jetzt habe ich es gerochen!!! ich weiß, daß die kleinen knubbel vorhin beim blumengießen noch nicht offen waren. und hab grad etwas gerochen, was mich anmachte, was mich erinnerte, was mich an die linde denken ließ. und hab extra mit einer taschenlampe rausgeleuchtet, ins dunkelgrüne geäst: die knubbelchen sind aufgeplatzt, meine linde blüht!
was mich daran so fasziniert ist einerseits dieses signalartige und daß ich dieses signal bemerkt habe! ich habe nicht irgendwann aus dem fenster gesehen und bemerkt, daß sie nun endlich blüht, nein, wie eine fanfare hat sie ihr blühen per duft bekanntgegeben und dieses signal ist bei mir angekommen! bei einer frau, die tagelang, wenn nicht wochenlang, das haus nicht verläßt… aber so fern der natur bin ich noch nicht, meine hexenadern sorgen noch dafür, daß ich den kontakt nicht ganz verliere… ist das nicht schön?

am wochenende will ich zur Textile Art, die hat mich im letzten jahr schon so fasziniert, wenn ich auch am zweiten tag nicht hingehen konnte, weil ich im zauber einer frau gefangen war, die jetzt mit mir diese lindenblütenduftdurchwehte wohnung teilt. (und, ja gut, weil ich nachher noch beim motzstraßenfest war und tanzen und ich auch  nicht mehr die jüngste bin und das letzte bier nicht so gut vertrug.) dafür (es gibt keine begehenswerten feste diesmal!) hoffe ich doch, daß ich am kommenden wochenende beide tage und sämtliche angebote, inspirationen und trödel und so genießen kann…

Links (alle in neuem fenster):

vielleicht treffen wir uns…

viele menschen brauchen mehr menschen als einen…

jaja, ich war grad auf ‘ner familienfeier… aber um den tratsch und männer und frauen geht’s mir gar nicht, wenn ich hier mal eine meiner lieblingsbloggerinnen, die ich seit jahren nun schon immer wieder gerne lese, anlinken möchte:
sehkrank im matrosenpulli: viele männer brauchen viele frauen (bitte kommentare mitlesen!)

bei frauen sieht das ungenau betrachtet ja ganz ganz anders aus, aber ich finde, eigentlich geht es den frauen genauso: viele frauen brauchen viele männer oder viele frauen. oder jedenfalls mehr als eine/n…

die feier war ansonsten sehr schön und tratsch und klatsch liebe ich ja eigentlich, auch wenn ich so selten dazu komme ;-) und vielleicht folgen bilder (in flickr und dann auch hier) und vielleicht folgen folge-besuche… mal sehen…

soll’n das?

kann mir mal wer erzählen, was die nazis am 1. mai, bekanntlich dem kampf- und feiertag der arbeiterklasse zwischen dem Wedding – dem langhin als rot verschrieenen stadtviertel und Prenz’lberg, das ja nu ooch durchweg zumindest als alternativ grün-rot-bunt gilt zu suchen haben? sammelpunkt bei mir gleich ums eck… ich überlege, ob ich den gegendemonstrantinnen brause und kaffee vorbeibringe…
infos für morgen @ antifa-berlin [neues fenster]

eine klinik als “zauberberg” bezeichnen…

hier hat eine frau den mut, den ich seit jahren nicht aufbringe: sie schreibt über ihre seelischen probleme und den heilungsweg, den sie derzeit in einer klinik probiert. ich fühle mich in sovielen sätzen wieder, staune über ihre klare durchsicht über sich selbst (die mir offenbar öfters mal fehlte) und über die anderen… eintauchen in ein mir ähnliches leben, das mir ganz fremd ist…

wie besiegst du eine spezies von an sich sozial denkenden wesen?

ich habe immer geglaubt, ich hätte diese wunderbare video-arbeit hier schon längst gepostet… irrtum! also hiermit: anguck-befehl!